Der Museumsrundgang in der Luisenhütte beginnt hinten – und damit ganz vorne, am Entstehungsprozess des Eisens. Über eine steile Möllerrampe gelangen die Besucher auf demselben Weg wie einst Erz, Holzkohle und Kalkstein auf den Möllerboden und bis zur Gichtöffnung des Hochofens. Drei mit diesen Materialien gefüllte Schubkarren vermitteln ebenso einen „echten“ Eindruck wie die Hitzestrahler vor der Gichtöffnung. Das intellektuelle Verstehen wird unterstützt durch physisches Erleben. Die Luisenhütte wird häufig von Schulklassen besucht. Obwohl der Rundgang nie etwas von seinem Reiz verliert, setzt zum Schluss doch geistige Ermattung ein. Jetzt ist Bewegung und eigenes Handeln gefragt. Und was liegt da näher, als an das Erlebte anzuknüpfen? Die Schubkarren mit den verschiedenen Materialien haben schon in der Luisenhütte für Spaß gesorgt. Auf der „kleinen Luise“ kann man nun noch einmal spielerisch und sehr viel freier seine Kraft mit den Klassenkameraden messen („Muckibude“) und Adrenalin abbauen. Die „kleine Möllerrampe“ ist noch steiler als die echte und das Erlebnis in der gewendelten Rutsche erinnert an den freien Fall des Materials in den Hochofen. Selbst für „Feuer“ ist durch Lichteffekte in der Rutsche gesorgt. Und schließlich kann man im „Wasserrad“ seinem Bewegungsdrang nach dem Museumsrundgang freien Lauf lassen. Die Jüngeren können noch ein bisschen in der „Gießerei“ arbeiten. |